Die Ausländerbehörde

Unter der Ausländerbehörde, welche regionale unterschiedliche Bezeichnungen genießt bzw. auch als ALB oder ABH abgekürzt wird, wird in Deutschland die Behörde bezeichnet, welche sich explizit mit dem Ausländerrecht auseinandersetzt bzw. dieses auch vollzieht. Gerne wird die Ausländerbehörde auch Ausländeramt genannt und mit ALA abgekürzt.

Die Ausländerbehörde als erster Ansprechpartner für Ausländer

Das Aufenthaltsgesetz wird von den Ländern selbst durchgeführt bzw. deren Angelegenheiten selbst verwaltet. Das Aufenthaltsgesetz ist zudem ein Bundesgesetz, welches nach Art. 84 Abs. 2 Grundgesetz bei den Allgemeinen Verwaltungsvorschriften erlassen wurde. Die Ausländerbehörde ist hingegen für die Erteilung oder auch das Versagen von einer Aufenthaltserlaubnis eines Ausländers zuständig, kümmert sich um den Aufenthaltszweck nach dem Gesetz und trifft auch die Entscheidung über Niederlassungserlaubnisse bzw. gibt auch den Bescheid zur Abschiebung des Ausländers.

Die Ausländerbehörde regelt unter anderem die Aufenthaltserlaubnis

Die Ausländerbehörde regelt unter anderem die Aufenthaltserlaubnis

Zudem ist die Ausländerbehörde auch für das Ausstellen von Passersatzpapieren zuständig. Die Behörden sind zudem unter anderem auch an der Visaerteilung beteiligt bzw. sind auch für die Prüfung des Familiennachzuges betraut.

§ 71 Aufenthaltsgesetz regelt die Aufgaben der Ausländerbehörde

Weitere Aufgaben sind das Setzen von zeitlichen Befristungen bei Aufenthaltstiteln und deren Einhaltung, Ablehnungen von Aufenthaltserlaubnissen wie auch Klärungen der Identitäten des Ausländers. So ist die Behörde auch dafür zuständig, dass Identitätspapiere beschafft werden, sodass geklärt werden kann, um wen es sich handelt. Geregelt wird die Zuständigkeit der Ausländerbehörde im Aufenthaltsgesetz.

Laut § 71 Abs. 1 sind alle aufenthalts- wie passrechtlichen Maßnahmen wie auch Entscheidungen nach dem Aufenthaltsgesetz über die Ausländerbehörde zu regeln. Die Zuständigkeit erfolgt nach dem Landesrecht. In der Regel ist die örtliche Zuständigkeit gleichzeitig der Aufenthaltsort des Ausländers. Die Ausländerbehörden sind miteinander verknüpft wie verbunden, sodass durchwegs auch länderübergreifend agiert wie interveniert werden kann.

Verschiedene Anwendungshinweise werden regional gelöst

Das Ausländerrecht ist ein Bundesrecht. Es gibt jedoch immer wieder Anwendungshinweise, welche individuell, je nach Land, geregelt werden bzw. vom dortigen Ministerium wie den Innensenatoren beeinflusst werden können.

Als Fachaufsicht wird die Oberbehörde wie auch die Regierung des Bezirkes eingesetzt. Sollten diese Instanzen nicht vorhanden sein, so gilt das Innenministerium als höchste Instanz des Landes.

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